Alice in Chains
Ende der 80er / Anfang der 90er ist die Stadt Seattle im Nordwesten Amerikas zu einem der Mittelpunkte der Musikwelt geworden: Grunge-Bands wie Nirvana, Pearl Jam und auch Alice in Chains verblüffen die Welt mit Energiegeladenen und vor allem sehr guten Alben. Alice in Chains stellen sich zusammen aus Sänger Layne Staley, Gitarrist/Background-Sönger Jerry Cantrell, Bassist Mike Starr und Drummer Sean Kinney. Ihre Musik klingt teils sehr aggressiv, was vor allem durch Layne’s sehr markante Stimme unterstrichen wird. Die Band profitiert auf jeden Fall von dem Grunge-Wahn, der sich Ende der 80er abspielt und so unterschreiben Alice in Chains 1989 einen Plattenvertrag bei Columbia. Anfang 1990 wird die heute sehr begehrte EP "We die young" veröffentlich, die als B-Seiten "It ain’t like that" und "Killing Yourself" enthält. Diese EP gab schon mal einen Vorgeschmack auf das einen Monat später erscheinende Debüt-Album "Facelift". Nicht wirklich erfolgreich, aber später doch als sehr gut empfundenes Album hat dieses Album über Balladen ("Love, Hate, Love) bis hin zu härteren Songs ("Put you down") alles, was ein gutes Album braucht.

Neun Monate später im Jahr 1991 wurde das Akkustik-Album "SAP" veröffentlicht. Hier teilten sich zum ersten Mal Jerry und Layne die Vocals, was bekanntlich später zum Markenzeichen der Band wurde. Bekannter wurde die Band durch einen Auftritt im 1991 in die Kinos gekommenen Film "Singles", bei dem sie ein Stück vom 1992 erscheinenden Album "Dirt" spielen, nämlich "Would?". Dieser Song wurde sogar gleich für die Grammy’s nominiert, ging allerdings leer aus. Im Zuge dieses Songs wird 1992 das Album "Dirt" veröffentlicht, das bekannteste und erfolgreichste Album des Quartetts. Es ist noch mehr als die Vorgängeralben durch das Thema Drogen beeinflusst ("Junkhead", "Angry Chair"). Es erhält Doppelplatin. Allerdings fordert diese Zeit auch ihr erstes Opfer: Bassist Mike Starr steigt aus der Band wegen angeblichen Heroinproblemen aus und wird durch Ex-Ozzy Osbourne Bassist Mike Inez ersetzt. Im Jahr 1994 erscheint die zweite EP der Band, "Jar of Flies", die auch direkt auf Platz 1 der amerikanischen Charts einsteigt. Wie vorher schon "Would?" wurde das Album für die Grammys vorgeschlagen, ging aber ebenfalls leer aus. Bei ihrem 1995 erscheinenden Album "Alice in Chains" merkt man, dass die Band irgendwie ausgepumpt wirkt, kann sich aber noch mal aufraffen und sich ins Studio begeben. Auch dieses Album steigt direkt auf Platz 1 der Billboard-Charts ein. "Alice in Chains" erhält Platin und Gold.

Layne Staley hat sich in der Zeit danach mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, hat angeblich schwere Drogenprobleme. In der Zeit klopft MTV bei Alice in Chains an, und bitten sie zur Aufnahme eines "Unpluggeds", was sie sich natürlich nicht entgehen lassen. Viele Fans meinen es sei besser als das legendäre Nirvana-Unplugged. Staleys Probleme werden aber immer größer, Freunde meinten, er lebe in seiner eigenen Welt. Die Fans hofften, er könne sich nochma aufrappeln. Ein kleiner Hoffnungsschimmer kam, als die Band 1998 die Tracks "Get Born Again" und "Died" aufnehmen, es hieß auch, Staley habe die Probleme überstanden. In der Zeit erschienen noch Alben wie "Nothing Safe – Best Of", "Greatest Hits" und "Live". Den letzten Funken Hoffnung haben die Fans allerdings am 19. April 2002 verloren, als Layne Staley tot in seinem Haus gefunden wurde, er starb an einer Überdosis Speedballs, eine Mischung aus Heroin und Kokain. Zu dem Zeitpunkt lag er bereits zwei Wochen in seinem Haus, er ist offiziel am 5. April 2002 gestorben (am selben Tag wie Nirvana-Sänger Kurt Cobain…). Ob die Überdosis beabsichtigt war, ist nicht klar, da es keinen Abschiedsbrief gibt.